Dann machte sich Chris auf die Suche nach den winzigen Silberfischen, mit denen ja – wie wir nun bereits gelernt hatten – alles Leben anfängt. Doch dann buddelte er statt der Silberfische zu seiner eigenen Überraschung ein Namibisches Wüstengecko aus. Dieses Gecko lebt unter der Erde und kann nur kürzeste Zeit in der Sonne überleben, weil seine durchsichtige Haut keinerlei Schutzfunktion hat und das Gecko so innerhalb kürzester Zeit austrocknen würde. Deshalb gab’s auch nur ein paar schnelle Fotos und dann durfte sich der kleine Kerl wieder im Sand vergraben.
Mittwoch, 8. April 2009
Living Desert – Teil 5 – die Sidewinding Snake
Die am einfachsten zu findende Spur ist die der Sidewinding Snake. Die heißt so, weil sie sich Dün-auf, Dün-ab immer seitwärts bewegt. Sie gehört zur Familie der Otter und ist also giftig. Chris spürte dann auch prompt eine auf, die sich im Schatten unter einem Busch im Sand eingegraben hatte, um sich einerseits vor der Sonne zu schützen, andererseits aber auch, um sich zu tarnen, damit sie ihre Beute überraschen kann. Die Sidewinding Snake hat deshalb ihre Augen nicht an der Seite, sondern oben am Kopf, damit diese aus dem Sand ragen können, obwohl der gesamte Körper unter dem Sand versteckt ist.
Living Desert – Teil 6 – das Chamäleon
Nun fehlten uns zu den „Little Five der Wüste“ nur noch das Chamäleon und der Skorpion. Skorpione hatten wir ja schon vorher mal gesehen, deswegen machten wir uns mit Chris auf die Suche nach den spektakuläreren Chamäleons. Wir fuhren eine ganze Weile den unteren Dünenrand entlang und spähten in die Ebene, um zwischen den vereinzelten Büschen eine – wenn auch langsame – Bewegung zu sehen. Erfolglos. Also mussten wir raus aus dem Auto und uns zu Fuß auf die Suche machen. Dann endlich wurden wir fündig und Chris verfütterte die Leckerbissen, die er zuvor gefangen hatte, an das Chamäleon. Sogar die Riesenheuschrecke wurde restlos vertilgt – auch wenn sie fast ebenso lang war wie das Gecko. Sensationell!

